Blog des TSV Crailsheim

06.11.2021: TSG Tübingen – TSV Crailsheim 1:3

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Nach dem unglücklichen 1:4 im Heimspiel gegen den SSV Ehingen-Süd standen die Crailsheimer unter Zugzwang und waren auf Wiedergutmachung aus. Dies spürte man von der ersten Minute an: Das Spiel hatte kaum begonnen, da hatten die Crailsheimer bereits ihren ersten Treffer zu bejubeln. Niklas Diehm wurde auf der rechten Angriffsseite steil ins Laufduell geschickt, sein Pass kam zu Daniele Hüttl, dessen maßgenaue Flanke Lukas Schmidt per sehenswertem Volley eiskalt ins lange Eck vollstreckte. Nach dem frühen Gegentreffer versuchte die TSG mehr Druck aufzubauen, um das Ergebnis zu egalisieren. Jedoch war es erneut der TSV, der keine 15 Minuten später eine sehenswerte Kombination über den auffälligen Schmidt im Zusammenspiel mit Marius Doderer in Zählbares verwandelte. Nutzniesser der Aktion war Diehm, der Schmidts Flanke ohne Probleme ins kurze Eck brachte. Die TSG Tübingen steckte aber nicht auf, und versuchte sich auf dem eigenen Kunstrasenplatz wieder ins Spiel zu bringen. Glasklare Torchancen ergaben sich für die Gastgeber jedoch nicht, vielmehr gab es lediglich latente Gefahr bei Weitschüssen oder Kopfbällen. Diese verfehlten aber entweder das Ziel oder waren leichte Beute für den sicher stehenden Crailsheimer Keeper Lars Albig. Dennoch musste er in der 23. Minute hinter sich greifen, denn den abgefälschten Schuss von Luca Alfonzo zum 2:1-Anschlusstreffer konnte Albig nicht mehr erreichen. Auch nach dem Anschlusstreffer versuchten die Gastgeber die aktivere Mannschaft zu sein, dennoch stichelte der TSV mit gutem Konterfußball. So konnte Diehm gerade noch von Keeper Berisha außerhalb des Sechzehners gestoppt werden, eine Eckballserie brachte Torgefahr, aber keinen Erfolg.

 

Nach einer offenen ersten Halbzeit war der TSV Crailsheim auch nach Wiederanpfiff die bessere Mannschaft. Der frisch eingewechselte Marcel Maneth setzte sich auf rechts durch, die Flanke fand Hüttl, dessen Direktabnahme nur knapp über den Querbalken verstrich. Wenige Minuten später zeigte Marc Wagemann seine Qualitäten am ruhenden Ball: Einen Freistoß aus ca. 24 Metern konnte TSG-Keeper Berisha gerade noch über die Latte lenken. Im Anschluss kam Schmidt nochmals durch einen quergelegten Pass zu einer Großchance, die Berisha erneut entschärfte. In dieser Phase verpasste es der TSV, die Partie bereits für sich zu entscheiden. Der Crailsheimer Coach Michael Gebhardt bemerkte dies nach Spielende auch: „Leider mussten wir wieder bis zur 90. Minute warten, bis der Deckel drauf war. Erzielen wir früher das dritte Tor verläuft die ganze Partie weniger hektisch.“ So gab die TSG Tübingen das Spiel noch nicht verloren. Viele lange Bälle wurden durch das starke Innenverteidigerduo Julian Baumann und Benjamin Weinberger geklärt, auch über die Außenpositionen kam die TSG nicht zum Zug. „Positiv war, dass wir in der zweiten Halbzeit keine wirkliche Torchance von Tübingen zugelassen haben“, so Coach Gebhardt. Auch als die TSG zum Ende der Spielzeit alles nach vorne warf, blieb der TSV in der Defensive stabil. Aus einem Angriff der TSG heraus entwickelte sich sodann auch der Schlusspunkt der Partie: Der stark aufspielende Baumann schaltete sich nach Balleroberung ins Offensivspiel gegen die komplett aufgerückte Tübinger Mannschaft ein. Sehenswert setzte er sich gegen zwei Gegenspieler durch und legte überlegt auf den mitlaufenden Tim Messner quer, der zum Endstand einschieben konnte. „Die Mannschaft hat sich für ihren leidenschaftlichen Auftritt mit dem nächsten Auswärtsdreier belohnt“, freute sich Gebhardt nach Schlusspfiff. Nun gilt es, den Fokus bereits auf das nächste Heimspiel gegen den TSV Berg zu richten, um endlich wieder Zählbares im Schönebürgstadion zu behalten. (Dennis Arendt)

 

Es spielten:

Albig, Thomas, Baumann, Weinberger, Rümmele (ab 74. Krebs), Wagemann, Doderer (ab 77. Wolf), Diehm (ab 46. Maneth), Schmidt, Etzel, Hüttl (ab 83. Messner)