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Blog des TSV Crailsheim

07.04.2018: TSV Crailsheim – SV Salamander Kornwestheim 1:2

Unerwartete Niederlage gegen den Tabellenletzten

Nach dem 4:1-Erfolg zu Hause gegen die Horaffen hat Kornwestheim, das mit 15 Zählern auf dem letzten Platz der Landesliga zu finden ist, nun erneut drei Punkte gegen Crailsheim ergattert. Und das, obwohl die Hausherren auf dem Kunstrasenplatz des Schönebürgstadions in der zweiten Halbzeit fast durchgängig auf ein Tor gespielt hatten, aber nach dem Gästekonter in der 90. Minute nun mit leeren Händen dastehen. Nach dem 1:1 in Schornbach und der 1:3-Niederlage in Pfedelbach das dritte Spiel in Folge ohne Sieg und die erste Heimpleite in dieser Saison überhaupt.

„Wir sind eigentlich gut ins Spiel gekommen, haben früh das 1:0 erzielt“, sagte Crailsheims Trainer Michael Gebhardt. Tamás Herbály blieb im Eins-gegen-Eins vor Gästetorhüter Louis Wolf eiskalt (5.).

Dann gab es im gesamten Spiel aber zu viele individuelle Fehler und die Tore wurden nicht gemacht, „obwohl wir uns 30 Minuten lang Chance um Chance erspielt haben“. Einer dieser Fehler führte in der 13. Minute zum Elfmeter, mit dem Kornwestheim schnell ausglich. Pirmin Löffler war gefoult worden, Stefano Nicolazzo verwandelte ins linke untere Eck. TSV-Keeper Thomas Weiß hatte die Finger noch dran, aber der Ball war zu platziert. Wenig später klärte Weiß gegen Löffler, der in Gerd-Müller-Manier aus der Drehung und kurzer Distanz abgeschlossen hatte, mit einem Reflex zur Ecke (23.). In der 40. Minute hatte TSV-Kapitän Hannes Wolf die große Chance, Crailsheim wieder in Führung zu bringen, scheiterte aber im direkten Duell alleine gegen seinen Namensvetter im Gästetor, der ihm noch den Ball vom Fuß pflückte. Nicht die einzige Großtat von Louis Wolf an diesem Tag. „Er hat uns heute mehrmals den Arsch gerettet und uns am Leben gehalten“, lobte Sascha Becker seinen Torhüter.

Herbály verpasst Doppelpack

So parierte dieser kurz nach dem Seitenwechsel einen Schuss aufs kurze Eck von Tamás Herbály, zwei raffinierte Freistöße aufs lange Eck von Tim Messner (53. und 89.) und einen platzierten Schuss von Benjamin Weinberger aufs rechte untere Eck (83.). Mit der größten Chance im zweiten Durchgang scheiterte der eingewechselte Moritz Gentner alleine vor Kornwestheims Keeper Wolf (89.). Die spektakulärste Aktion der zweiten Hälfte hatte Tamás Herbály gezeigt, der nach einer Flanke von links den Ball im Strafraum herrlich koordiniert an- und mitgenommen hatte, aber letztlich zentral vor dem Tor zwei Meter drüberschoss (49.).

„In der Rückrunde waren wir bisher in allen Spielen besser“, sagte Becker, der zuvor mit seinem Team in den vier Partien nach der Winterpause nur ein Remis geholt hatte. „Heute war Crailsheim besser und hatte mehr Ballbesitz, aber wir haben gewonnen. Fußball ist letztlich ein Ergebnis­sport“, freute sich der Gästetrainer über die drei Punkte – und über seine bevorstehende Hochzeitsreise.

Sein Gegenüber Michael Gebhardt war nach dem späten Nackenschlag natürlich enttäuscht, aber nun gelte es, die Köpfe schnell wieder hoch zu bekommen. Denn viel Zeit zum Grübeln und Durchschnaufen bleibt dem TSV Crailsheim nicht. Am Mittwoch um 19 Uhr steht für die Horaffen das Nachholspiel gegen Spitzenreiter Breuningsweiler an, der überraschend 1:2 in Schluchtern verlor. „Das wird wieder ein ganz anderes Spiel“, erklärte Michael Gebhardt.

Tore: 1:0 Tamás Herbály (5.), 1:1 Stefano Nicolazzo (14., FE), 1:2 Nico Schürmann (90.)

(HT)

TSV Crailsheim: Weiß, Weinberger, Hossner, Hertfelder (84. Düll), Messner, Wagemann (84. Gentner), Diether (59. Saidy), Wolf, Krebs (59. Rümmele), Herbály, Hüttl