Blog des TSV Crailsheim

Couragierter Auftritt wird nicht belohnt – Aus im Verbandspokal

Mit 1:3 nach Verlängerung müssen sich die Verbandsligisten vom TSV Crailsheim gegen den Gastgeber aus Fellbach geschlagen geben. Der beste Auftritt der Gelb-Schwarzen in Fellbach wurde trotz gutem Spiel nicht belohnt. „Niederlagen sind immer ärgerlich, diese aber umso mehr. In Sachen Einsatz und Intensität können wir uns nichts vorwerfen. Wir hätten mehrere Situationen in der ersten Halbzeit besser zu Ende spielen müssen – Fellbach war stets gefährlich. Unsere Führung kam eigentlich zum richtigen Zeitpunkt“, so Coach Michael Gebhardt nach der Partie.

Die ersten 90 Minuten der Pflichtspielsaison waren vorüber, da stand noch kein Sieger fest: Zwischen dem SV Fellbach und dem TSV Crailsheim stand es nach Abpfiff der regulären Spielzeit 1:1. In einer gut anzusehenden Partie auf Verbandsliganiveau merkte man hin und wieder die sommerlichen Temperaturen. Die taktisch gut aufeinander eingestellten Mannschaften ließen insgesamt wenige zwingende Torchancen während der 90 Minuten zu, der Gastgeber hatte hierbei sogar ein leichtes Übergewicht an Chancen.

Immer wieder tauchten die rührigen Dominic Sessa und Ali Ferati vor dem Tor von TSV-Keeper Thomas Weiß auf, ihre Abschlussmöglichkeiten konnten sie aber nicht genutzt wissen. Die erste Chance auf einen Torschuss hatte Daniele Hüttl in der 22. Minute, als sein Schuss über das Tor ging. In der Folge musste Keeper Weiß einen scharfen Ball von Sessa klären, der versuchte den Ball aus spitzem Winkel an ihm vorbei zu bugsieren. Keine zwei Minuten später schloss Lukas Schmidt einen guten Freistoß nur knapp über das Gehäuse. Als der TSV in der Folge unpositioniert war nutzten dies die Fellbacher zur ersten Großchance: Charalambos Parharidis wurde butterweich per Flanke angespielt, sein Kopfball ging nur hauchzart am Pfosten vorbei.

In der zweiten Halbzeit lag das spielerische Übergewicht klar beim SV Fellbach, die zunächst TSV-Keeper Weiß warmschossen. Crailsheim kam überwiegend per Kontersituationen in den gegnerischen Strafraum. Zwingende Torchancen ergaben sich erst ab Minute 70: Niklas Diehm konnte sich auf links durchsetzen, den Schuss lenkte der SVF-Keeper gerade noch um den Pfosten. Nach der Trinkpause dann die Führung für die Gäste: Der TSV eroberte sich den Ball im Mittelfeld und trug ihn schnell nach vorne. Mit einem Pass in die Schnittstelle von Kevin Lehanka wurde Hüttl auf die Reise geschickt. Ganz überlegt schloss dieser ab (78.). Wenige Minuten später wurde das nicht ganz unumstrittene Schiedsrichtergespann Hauptdarsteller des Spiels – während man dem SV Fellbach eine Unsportlichkeit nach der nächsten durchgehen ließ, sah Lehanka für ein Allerweltsfoul die Ampelkarte. Die Horaffen mussten nun in Unterzahl agieren und wurden von einem Schuss aus unmöglichem Winkel von Valentin Jäkel kalt erwischt (84.).

In der Verlängerung gab es dann wenig sehenswerte Szenen. Erneut mit einem Tor aus dem Nichts ging der SVF in Führung: Die Flanke von Ferati rutschte an Freund und Feind vorbei und schlug am langen Pfosten ein (95.). Fellbach beschränkte sich fortan nur noch auf das Verwalten, den Crailsheimer gelang es nicht, sich noch eine gefährliche Chance zu erspielen. Noch ehe man sich überlegen konnte, die Abwehrreihe aufzulösen entschied der SVF mit einem weiteren Tor durch Samuel Wehaus (107.) das Spiel. Trainer Gebhardt analysierte kurz nach Abpfiff zutreffend: „Der Platzverweis ändert natürlich das komplette Spiel. Dazu der direkte Ausgleich. Verlängerung, Hitze und 40 Minuten Unterzahl tun dann am Ende natürlich weh. Die Überzahl hat Fellbach gut ausgespielt und somit am Ende auch nicht unverdient die zweite Runde erreicht.“ Chancen zur Wiedergutmachung haben die Horaffen bereits in zwei Wochen, beim ersten Ligaspiel der Verbandsliga an gleicher Stelle. (da)

Es spielten: Weiß – Rümmele (ab 87. Krebs), Wagemann, Weinberger (ab 112. Varga), Glück – Doderer (ab 73. Etzel), Schmidt, Wolf, Diehm – Hüttl (ab 108. Hermanns), Lehanka